Tobias Ruppert, Wandbild "Gesten 10/20"

Tobias Ruppert, Wandbild „Gesten 10/20“, Silikatkreide auf Putz, Oktober 2020
Foto: Jürgen Bubeck

Das Wandbild „Gesten 10/20“ von Tobias Ruppert ist fertiggestellt

Stuttgarter Sammler erhalten großflächiges Wandbild im Außenbereich ihres Anwesens

Es gibt sie, die leidenschaftliche Kunstliebhaberin und den leidenschaftlichn Kunstliebhaber. Es sind Menschen, die aus Liebe zur Bildenden Kunst bereit sind, sich voll und ganz einzulassen. Einzulassen auf die Kunst und die Umstände, wie sie entsteht. Und in diesem Fall sogar auf eine Form von Kunst, die sich so einfach nicht entfernen lässt. Die Tag und Nacht sichtbar ist und ihre Gegenwart nicht verhehlt.
Anders als manche Sammler, die Kunstwerke kaufen, allein um sie zu haben, sind diese kunstaffinen Menschen im Stuttgarter Stadtteil Sillenbuch mutig gewesen und haben den Auftrag erteil, ein Wandbild anzufertigen, das mit seinen ca. 30 qm Fläche unübersehbar ist. Zumindest, wenn man die Möglichkeit hat, in die privaten Bereiche ihres Grundstückes eingeladen zu werden.
Aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse Ende September, Anfang Oktober 2020 hat es doch fast fünf Wochen gedauert, bis das Wandbild „Gesten 10/20“ von Tobias Ruppert nun fertiggestellt ist. Die „Gesten“, die wie breite Graphitspuren über die Wandfläche huschen sind mit Silikatkreide auf partiell geglätteten, farblich abgesetzten Putzflächen ausgeführt. Dank des mineralischen Farbsystems ist es gelungen, den offenen, leichten, zeichnerischen Charakter des Papierentwurfes auf die Wandfläche zu übertragen und dabei eine lange Haltbarkeit erwarten zu können. Dabei verleugnet die Umsetzung auf die Wand nicht deren Materialität und gestalterischen Erfordernisse. Was  in einer dynamischen, zeichnerischen Geste im kleinen Maßstab aufs Papier fließt, ist an der Wand detailreich und sorgfältig über mehrere Tage entwickelt – in eine andere Dimension übersetzt. Der Titel der Arbeit beibt bewusst ungenau, soll die interpretatorische Lust der Betrachterin und des Betrachters  herausfordern.

Wer dem Künstler bei der Arbeit über die Schulter schauen will, klicke hier

 

Tobias Ruppert, Wandbild „Gesten 10/20“, Silikatkreide auf Putz, DETAIL
Foto: Jürgen Bubeck

Tobias Ruppert, Wandbild „Gesten 10/20“, Silikatkreide auf Putz, DETAIL
Foto: Jürgen Bubeck

Bild trifft Ton komprimiert

Damit aus gelegentlichen Sessions mit der Geigerin Ulrike Stortz oder Bildungsprojekten in Zusammenarbeit mir dem Stuttgarter Kammerorchester auch ein eigenständiger Teil meines künstlerischen Werkes wird, habe ich mich im Herbst/Winter 2019 nach Frankreich begeben. Vier Wochen habe ich mich ausschließlich mit mir unbekannten Kompositionen bedeutender Komponisten der Neuen Musik beschäftigt.

…. weiterlesen

Hier einige Beispiele aus der Werkgruppe „Bild trifft Ton komprimiert“

weitere Beispiele finden Sie hier

Tobias Ruppert, „Albrecht Imbescheid – Die Farben der Stille (I – V und Epilog), Versuch 2″, Kohle und Tusch auf Papier, 100 cm x 80 cm

Tobias Ruppert, „Tristan Murail – Une Lettre de Vincent, Versuch 1“, Kohle, Tusche auf Papier, 100 cm x 70 cm

Tobias Ruppert, „Tristan Murail – Winter Fragments Pour Ensemble Instrumental, Sons de Synthèse Et Dispositif Électronique, Versuch 1“, Kohle auf Papier, 100 cm x 70 cm

Tobias Ruppert, „Luigi Nono – Hay que caminar soñando, Versuch 1“, Kohle und Graphit auf Papier , 70 cm x 100 cm

 

Tobias Ruppert, „Helmut Lachenmann – Concertini“, Kohle, Graphit, Tusche auf Papier, 70 cm x 100 cm

Tobias Ruppert, „Versuch 4 zu Enno Poppe – Trauben“, Zeichnung mit Kreide, 100 cm x 70 cm

© Foto: Jürgen Bubeck

Klimaschutz auch in der Kreativwirtschaft

Seit etwa einem Jahr ist der Designer und Künstler nun mit seinem Lastenrad unterwegs. Zugegeben, die Topografie rund um die Landeshauptstadt Stuttgart schränkt den Aktionsradius beim Fortbewegungsmittel Fahrrad erheblich ein. Aber immerhin kamen in der Zwischenzeit etwa 2000km zusammen, die nicht mit dem Auto gefahren wurden, sondern mit dem Fahrrad.

Ohne elektrische Unterstützung ist das natürlich nicht machbar und so entschloss sich Ruppert zur Investition in ein Lastenrad der Marke RADKUTSCHE mit elektrischer Unterstützung. Der starke Elektromotor zieht Fahrrad, Künstler und Ladung auch die steilen Wegabschnitte rund um Stuttgart hinauf. Den Strom liefert dabei natürlich ein Öko-Anbieter aus reiner Wasserkraft. Logisch.

Die Finanzierung dieses Lastenfahrrads bezuschusste das Land Baden-Württemberg mit einer Förderung von 30% und machte den Umsieg damit erst möglich.

Natürlich ist das nur ein kleiner Schritt in Richtung CO2-neutralem Wirtschaften, aber immerhin ein wichtiger.

P. S.: Kleiner Zwischenstand Mitte September 2020 … inzwischen sind es 4000 km … bergauf, bergab, bergauf, bergab …